Es ist Sonntag und damit schon wieder der letzte Konferenztag. Doch auch am letzten Tag warten nochmal spannende und informative Vorträge auf uns.


Vicent Martí: "Once Upon a Time, Ruby"

Vicent erzählt "Horror Stories" aus dem Märchenland des MRI. Github musste gegen einige Monster wie Garbage Collector oder falsch implementierte Timeout-Module kämpfen, um zu dem großen Ruby-Projekt zu werden, das sie heute sind. Als Lichtblick am Ende des Tunnels sieht er die Ritter JRuby und Rubinius, die Ruby aus dem Glashaus namens MRI befreien können und wirklich nutzbar für die Produktion machen.

Ellen König: "Practice makes perfect?"

Warum lernen manche Menschen schneller als andere, auch wenn beide Gruppen die selbe Zeit ins Üben stecken? Eine Untersuchung mit Musikern zeigte, dass es an der Änderung der Übetechniken liegt. Ellen zeigt Methodiken, seine Skills sinnvoll zu verbessern.

Markus Schirp: "Can we write perfect tests? - Maybe!"

Wie findet man heraus, wann man genug getestet hat? Wie verhindert man, zuviel unnütze Tests zu schreiben? Die Lösung lautet "Mutation testing". Für alle getesteten Methoden werden während des Tests veränderungen gemacht (z.B. if-Bedingungen mit statischen true-Werten ersetzt). Wenn dann kein Test fehlschlägt, hat man eine Lücke in seiner Testabdeckung ("Mutants have to be killed!")

Drew Neil: "Modelling state machines with Ragel"

Nach einer kurzen Einführung in State Machines wird gezeigt, wie man die meisten Operationsmodi von Vim als solche ausdrücken könnte. Mit Ragel kann man dies dann in (etwas umgestaltetem) Ruby Code ausdrücken.

James Coglan: "Removing query methods saved my code"

Eine Refactoring-Lehrstunde, die uns die Real-World-Probleme zeigt, wenn man es mit der Objekt-Orientierung übertreibt. Hauptaussage: "Tell Don't Ask".

Harry Brundage: "All is Fair in Love, War, and Liquid"

Die Seite "Shopify" lässt verschiedene Internet-Shops auf der selben Plattform laufen. Harry schildert die Probleme, die entstehen, wenn einer der Shops auf Facebook eine zeitlich gebundene Spezial-Aktion ankündigt. Die F5-drückenden "Shopping-Zombies" machen den Entwicklern das Leben sehr schwer und Caching funktioniert nicht mit Nutzer-definierten Templates...

Joshua Ballanco: "Getting Your Ruby EGOT"

Joshua ermutigt uns, möglichst viel Code aus unterschiedlichen Ruby-Implementierungen zu lesen. Denn Code-Lesen ermöglicht es uns, Code besser zu verstehen. Und wenn man sein Ego pflegen möchte, kann man versuchen, möglichst viele Patches in unterschiedlichen Ruby-Implementierungen committet zu bekommen...


Für uns ist die eurucamp 2013 nach dem Mittagessen schon zu Ende. Die Kombination aus Vorträgen, Aktivitäten und der abgelegenen Location war wieder hervorragend. Wir können sowohl JRubyConf als auch eurucamp nur weiterempfehlen und hoffen auf eine Wiederholung in 2014.

Die meisten Folien findet man nachträglich hier:
Eurucamp
JRubyConf