Wir sind auf der JRubyConf im Heimathafen Neukölln in Berlin! Die Location ist super und es gab schon einige interessante Vorträge. Bevor es nun zum Bier geht, möchten wir euch einen kurzen Überblick über den ersten Tag geben.
Tom Enebo: JRuby-Überblick und "JRuby Pain Points"

Als einer der Core-Entwickler präsentiert Tom die aktuelle Entwicklung um JRuby 1.7.5, welches in den nächsten Wochen erscheinen soll und das nächste große Update - JRuby 9000 (ja, tatsächlich). Anschließend gibt es noch einen Abriss über die Teile von JRuby, die zur Zeit noch stören - bekanntermaßen sind dies hauptsächlich die schlechte Startzeit (die man mit Nailgun zumindest für die Tests reduzieren kann) und die sehr lückenhafte Unterstützung für C-Extensions. Beides wird wohl nicht in nacher Zukunft gelöst...

Jano Gonzalez: "Ruby for Java minds"

Wie toll ist Ruby, wenn man jahrelang Java entwickelt hat? Ein emotional guter Vortrag - wer jedoch Ruby schon länger kennt und nutzt, hat nicht viel Neues gehört. Aber wir fühlen uns im Gefühl bestätigt - Ruby ist toll!

Javier Ramirez: "Usable REST APIs"

Javier berichtet von der Pflicht, APIs nutzerfreundlich zu gestalten. Als schlechtes Beispiel sei die Amazon-API erwähnt, die 10 Schritte benötigt, um eine einfache Abfrage eines Items korrekt zu authentifizieren. Kernaussagen: APIs selbst benutzen, simple is beautiful, unterschiedliche Nutzer/Devices beachten, REST in Rails ist nur ein kleiner Teil von REST

Benoit Daloze: Performance in JRuby: How fares the JVM in Day-To-Day tasks

Performanz-Vergleiche zwischen MRI und JRuby werden ja immer wieder angestellt. Benoit hat sich die Path- und Date-Libraries zu Herze genommen und verglichen. Aber nicht nur das, er hat in JRuby auch ein paar Optimierungsmöglichkeiten gefunden (z.B. wurden beim Sortieren von Pathname-Objekten ständig neue Strings kreirt...)

Tobias Pfeiffer: "Shoes - The Ruby way to GUI application"

Shoes 4 ist eine DSL für die Ansprache von SWT unter JRuby. Zur Zeit ist sie noch unter Entwicklung, aber immerhin kann man schon seine eigene Präsentation damit gestalten ;)

Tim Lossen: "All your Cores are belonging to us"

Kernel Threads sind ein Kern-Feature von JRuby, welches bei einem Social-Network-Game erfolgreich verwendet wird, um Millionen von json-Datein zu parsen. Warum man soviele json-Datein überhaupt hat, sollen wir morgen erfahren. Wir sind gespannt.

Martin Jelen: "krypt & jruby"

Kryptographie ist ja eher was für Experten, denkt man. Dies soll aber nicht so sein, weshalb mit krypt ein einfach zu bedienendes Modul in JRuby eingebaut wurde. Zur Zeit hauptsächlich als OpenSSL-Erweiterung benutzt, soll es DIE Krypto-API schlechthin werden. Wichtig ist, dass die Default-Config bereits "sicher" ist und man eben nicht Experte sein muss, um Fallen zu vermeiden.

Marek Jelen & Joe Kutner: "JRuby on PaaS" & "Deploying with JRuby"

Marek und Joe präsentieren Features des Torquebox-Servers, der auf JBoss aufsetzt. Dabei geht es weniger um den Server selbst, sondern um die Möglichkeit, mit einfachen Kommandozeilen-Befehlen Anwendungen zu deployen - bei Bedarf auch geclustered.

In den anschließenden Lightning-Talks gibt es verschiedenste Kurzthemen - von funktionaler Programmierung über Finger-Zählsysteme bishin zu Lightning ;)

Das fing ja schon mal gut an, wir freuen uns auf morgen (und auf die eurucamp am Wochenende)!